10 Tipps für mehr Rentabilität

1. Besser einkaufen

Mit günstigen Einkaufsquellen lässt sich auf den ersten Blick Geld sparen. Auf den zweiten Blick kann die Suche danach jedoch ein teures Unterfangen sein: Denn die „Schnäppchenjagd“ wird manchmal mit viel Arbeitsaufwand bezahlt, vor allem in Ihrer Einkaufsabteilung. Und nicht selten entstehen durch mangelnde Fachkenntnis des billigsten Lieferanten zusätzliche Kosten, weil nachverhandelt oder gar nachgearbeitet werden muss. Suchen Sie sich wirklich günstige Anbieter, also solche, die durch vernünftige Preise und akzeptable Qualität die Kosten im Rahmen halten. Um den Aufwand zu minimieren, sollten Sie sich einen festen Kreis von Geschäftspartnern schaffen.

2. Unproduktive Zeiten reduzieren

Studien zeigen, dass die Durchlaufzeiten von den Liegezeiten bestimmt werden: Zwischen Annahme, Realisierung und Abrechnung ergeben sich immer wieder Unterbrechungen. Meistens sind die Mitarbeiter dabei gleichzeitig über- und unterlastet, weil eine Abteilung mit der Arbeit nicht nachkommt, während eine andere auf Input warten muss. Reduzieren Sie die Zahl der Schnittstellen, in dem Sie Abläufe vereinfachen und Teams bilden. Jedes Team betreut seine Kunden dann von der Zuteilung des Auftrags bis zur Fertigstellung.

3. Qualität anpassen

Kunden zahlen Qualität nur bis zu einem gewissen Grad. Zusätzliche Anstrengungen werden oft gar nicht bemerkt. Versuchen Sie also, Ihre Angebote angemessen zu gestalten: Natürlich müssen Ihre Kunden zufrieden sein - wenn das Plus an Service aber nicht ankommt, können Sie hier sparen. Prüfen Sie, welche Ihrer Leistungen für Ihre Kunden wirklich wichtig sind - dann streichen oder reduzieren Sie entsprechend. Alternativ dazu können Sie einen Teil der Ersparnis an Ihre Kunden weitergeben, indem Sie wahlweise mit und ohne bestimmte Zusatzangebote verkaufen - letzteres natürlich zu einem niedrigeren Preis.

4. Kapazitäten besser nutzen

Je höher die Auslastung Ihrer Mitarbeiter und Maschinen ist, desto geringer sind die Gemeinkosten je Arbeitsstunde. Damit steigern Sie die Chancen, in der Nachkalkulation einen Überschuss zu erzielen. Versuchen Sie, Leerlauf zu verhindern. Voraussetzung dafür sind eine gute Planung des Personaleinsatzes und flexible Arbeitszeiten. Die gleichmäßige Verteilung von Beschäftigungszeiten reduziert außerdem teure Überstunden zu vorhersehbaren Spitzenzeiten.

5. Forderungen eintreiben

Zeit ist Geld! Wenn Sie auf Zahlungen warten müssen, kann es teuer werden, etwa weil Ihnen wertvolle Zinsen entgehen oder weil sie durch einen Überbrückungskredit zusätzliche Kosten entstehen. Versuchen Sie deshalb, Rechnungen schneller zu stellen und säumige Zahler zügig anzumahnen. Verschicken Sie die fertige Rechnung möglichst schon mit dem Lieferschein. Handwerker und Monteure sollten stets bereits vor Ort kassieren. Seien Sie durchaus unnachgiebig: Verlangen Sie vom ersten Tag des Verzugs an Überziehungszinsen.

6. Auftragswerte erhöhen

Zusatzleistungen, die sich ohne größeren Aufwand realisieren lassen, sind eine günstige Einnahmequelle. Versuchen Sie deshalb, weitere Offerten um Ihr Kernangebot herum zu platzieren. Fragen Sie alle Mitarbeiter, die Kundenkontakt haben, nach ihrer Einschätzung: Besteht Bedarf für zusätzliche Produkte oder Services? In welcher Form können diese konkret angeboten werden? Scheuen Sie sich nicht, auch Artikel von fremden Firmen in Ihr Sortiment aufzunehmen, wenn Sie sich davon Umsatz versprechen.

7. Marketing anpassen

Viele Kosten entstehen bereits bei der Beschaffung eines Auftrags. Hohe Marketingausgaben lassen sich durch zielgerichtete Werbung senken. Testen Sie günstigere Alternativen zu teuren Maßnahmen: Statt der großen Anzeige in der Tageszeitung kann dies die Verteilung von Handzetteln sein, statt des Messeauftritts die Beteiligung an einem Gemeinschaftsstand. Analysieren Sie, welche Werbeformen gut und welche schlechter funktionieren. Führen Sie dann nur noch diejenigen Aktivitäten weiter, die mindestens zufriedenstellende Ergebnisse gebracht haben.

8. Personaleinsatz optimieren

Personalkosten sind häufig der größte Ausgabenfaktor eines Unternehmens. Hier können Sie ansetzen: Je sorgfältiger Sie den Einsatz Ihrer Mitarbeiter vorbereiten und planen, desto mehr Effizienz erzielen Sie. Erhöhen Sie das Potenzial Ihrer Angestellten: Investitionen in die Weiterbildung zahlen sich meist schnell aus, denn mit den Fehlerquoten sinkt auch der Aufwand für Nacharbeiten und Ausschuss. Außerdem können Sie Ihre Mitarbeiter flexibler einsetzen. Hilfreich ist ein fester Stamm an spontan abrufbaren Aushilfskräften, mit denen Sie Ihre Kapazitäten schnell der Auftragslage anpassen können. So müssen Sie in ruhigeren Zeiten kein unbeschäftigtes Personal vorhalten.

9. Gemeinkosten flexibilisieren

Sie kennen sicherlich das Phänomen: Mitarbeiter verschwenden unachtsam Material oder andere gemeinsam genutzte Leistungen, der entsprechende Geldwert taucht aber auf keiner Kostenstelle auf - klar, dass sich dann keiner dafür verantwortlich fühlt. Versuchen Sie deshalb, möglichst viele Gemeinkosten verursachergerecht zuzuordnen. Versuchen Sie, solche Ausgaben messbar zu machen. Beispiele dafür sind die Erfassung der Heizleistung an allen Heizkörpern oder die Verbrauchsmessung von Materialien. Ordnen Sie diese dann direkt den Bereichen, Abteilungen oder Teams zu, welche die Kosten verantworten. Natürlich sind hier Kontrollen und Rückfragen notwendig, aber Sie können auch positive Anreize schaffen, zum Beispiel durch Prämien.

10. Anschaffungen hinterfragen

Mancher Ihrer Geschäftswagen ist noch ganz gut in Schuss? Dann verschieben Sie den geplanten Neukauf. An einigen Bildschirmarbeitsplätzen wird nur wenig gearbeitet? Dann müssen nicht überall die teuren Flachbildschirme stehen. Prüfen Sie bei größeren Investitionen immer, ob diese sich wirklich lohnen. So fördern Sie das Kostenbewusstsein Ihrer Mitarbeiter: Lassen Sie größere Einkäufe stets von der Geschäftsleitung genehmigen und verlangen Sie eine genaue Begründung. Ohne wirklichen Bedarf wird dann kaum noch jemand einen entsprechenden Antrag stellen.